5 Dinge, die mein Leben vom Müll befreien.

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Seit ein paar Wochen versuche ich nun weniger Müll zu produzieren, jedoch scheint einfach alles was ich anfasse verpackt oder eingeschweißt zu sein.

In vielen Läden wird mir gesagt, dass sie meine selbst mitgebrachten Behältnisse nicht auffüllen dürfen. Aus hygienischen Gründen.
Also greife ich wieder zu den verpackten Sachen.

Egal wo ich hingehe, es entsteht Müll. Ich denke über das Wort „entsorgen“ nach und merke, dass wir uns nach dem Müll entsorgen tatsächlich keine Sorgen machen was eigentlich mit dem Müll passiert.
Aus den Augen, aus dem Sinn.

Müll ist aber kein Endprodukt. Der Müll findet seine Wege in die Atmosphäre oder ins Meer. Und vernichtet damit Lebensräume.
Und er entsteht jeden Tag. Seien es Plastikbecher, Papieransammlungen oder Verpackungen.
Allein in München werden täglich 250.000 ToGo-Becher weggeschmissen.

Mit diesem Selbstversuch wollte ich zeigen, dass es möglich ist, weniger Müll zu produzieren und gleichzeitig bessere bis gleichwertige Alternativen zu haben. Ich habe einiges ausprobiert und habe euch hier meine 5 schnellsten und einfachsten Tipps zusammengefasst.
Man kann mit ein paar kleinen Helferlein schon gleich jetzt weniger Müll produzieren. Einige davon habt ihr bereits bei euch zuhause. Das Einzige worauf man hier verzichtet ist: der Müll.

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1. Ich nehme mein Essen in Gläsern mit. Es schmeckt nicht nur besser, es ist auch gesünder weil erhitztes Plastikgeschirr seine Chemikalien abgeben kann. Das gilt genauso für Tupperware als auch für ToGo-Lunchboxen. Ich benutze Weck-Gläser oder kleinere Gläser in denen ich vorher Kichererbsen oder so gekauft habe. Die sind alle auslaufsicher.

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2. Ich benutze Essig. Für die Küche, fürs Bad, für Klamotten und gegen das Unkraut auf dem Balkon. Der Geruch ist nicht so schlimm wie der von anderen Kalk- und Chlorreinigern. Und er verfliegt recht schnell. Dennoch ist das Bad blitzeblank, kalkfrei und es verseucht das Wasser nicht.

3. Ich kaufe Obst und Gemüse unverpackt und bringe immer einen oder zwei Stoffbeutel mit. Hier gibt es noch sehr viel Nachholbedarf. Viele Dinge sind zwar in Glasbehältern zu finden, haben aber Plastikverschlüsse oder andere Plastik-Teile, die man auch umgehen könnte. Schwer tu ich mich noch mit Sojamilch und Tofu. Die gibt es fast nur im TetraPak oder in Plastik eingeschweißt. Andere Dinge wie Haferflocken, Kichererbsen, Bohnen, usw. versuche ich dann in Gläsern oder in Papier verpackt zu kaufen. Eine große Hilfe ist hier der verpackungsfreie Supermarkt „Ohne“ in München auf der Schellingstraße.

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4. Ich trinke Wasser aus einer Edelstahlflasche oder aus Glasflaschen. Ein geschmacklicher Aha-Moment, denn das Wasser schmeckt so viel besser. Die Edelstahlflasche hab ich von Klean Kanteen über use-again.de bestellt.
Sie ist super leicht und es gibt davon auch einige Thermo-Varianten.
Meinen Coffee-to-go nehme ich in diesem Becher mit.

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5. Ich probiere Dinge selber aus und spare Geld. Wie zum Beispiel mit dieser selbstgemachten Zahnpasta! Dafür braucht man 2 EL Kokosöl, 1 EL Natron und paar Tropfen Pfefferminzöl. Die Zahnpasta schmeckt zwar nicht süß und schäumt auch nicht, meine Zähne sind aber deutlich weißer und Mundgeruch hab ich auch keinen. Das Kokosöl benutze ich auch sonst zum Abschminken und für die Haarspitzen, weil es das Make-Up regelrecht wegschmilzt und die Haare schön weich macht. Und es riecht nach Bounty!

Kennt ihr noch andere Tipps um Müll zu vermeiden oder dem Plastik ein Ende zu setzen? Ich würde mich über weitere Ratschläge sehr freuen!

// Çi

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