Warum ich Plastik vermeiden möchte

2015 ging zu Ende und ich war mit meinen Eltern über den Jahreswechsel im Urlaub. Es war ein sehr erholsamer Urlaub und ich bin fast jeden Tag runter an’s Meer gegangen um einfach nur dem Wellenrauschen zuzuhören. Ich finde es gibt nichts meditativeres als dem eigenen Atem und dem Wellengang zu lauschen.

Und jeden Tag sah ich beim Gang vom Hotel zum Meer folgendes:

Und jedes Mal dachte ich „Mein Gott, wieso können die Menschen nicht einmal ihren Müll aufheben und in die Tonne werfen?!“

Aber es liegt nicht nur an den Menschen, die vor Ort, am Meer leben.
Der ganze Müll den ihr auf den Fotos seht ist vielleicht zu einem Bruchteil von den Einwohnern. Das Meiste davon ist angespülter Müll, der vom Festland kommt, von Schiffen, die ihren Müll einfach ins Meer stülpen oder von dem letzten Menschen, von dem ich es erwartet hätte: von mir selbst.

Natürlich schmeiße ich meinen Müll nicht einfach achtungslos in’s Meer. Aber auch wenn ich als braver Bürger meinen Müll in die gelbe Tonne werfe, wird davon nur ein Bruchteil recycelt. Ein Großteil wird verbrannt (Is it you, Co2?) oder von der Müllfabrik in’s Meer geschüttet.
Ich war’s also nicht, ein anderer war’s.


Aber ja, im Endeffekt ist es das Plastik, das ich gekauft habe, also mit meinem Geld befürwortet habe. Ich sage damit „Es ist ok, dass dieses Produkt in Plastik verpackt ist.“, denn ich lege den vollen Verkaufspreis auf die Theke. Und das ist mir erst bewusst geworden, nachdem ich mir viele Videos angeschaut und viele Artikel über dieses Thema gelesen habe.

Mir ist auch mit der Zeit bewusst geworden, dass ich eine Wahl hab und Plastik zu einem Großteil aus meinem Haushalt ausschließen kann.
Umweltschutz ist für mich eine Herzensangelegenheit, also hab ich mich weiter informiert, Dinge ausprobiert und mein eigenes Verhalten hinterfragt. Klar ist aller Anfang schwer, aber wie der Franzose sagen würde: Je ne regrette rien!
Ich lebe gesünder und helfe der Umwelt mit meinen kleinen alltäglichen Entscheidungen. Klar ist es mühsam aber ganz ehrlich, das passive Leben überlass ich den Toten.
Besonders hilfreich war für mich der Einstieg mit dem Blogpost von Charlotte von Plastikfrei Leben.

Der Juli steht ganz im Namen vom #plasticfreejuly und ich werde den ganzen Monat auf Plastik verzichten, so gut es geht.
Meinen Fortschritt halte ich auf Instagram fest und gebe Tipps und Tricks was man so im Alltag machen kann um Plastik zu vermeiden.

Hier gibt’s noch zwei Videos die ich persönlich motivierend zu dem Thema finde.

2 Gedanken zu „Warum ich Plastik vermeiden möchte“

  1. Liebe Cigdem,

    ich finde es auch erschreckend, was überall an Plastikmüll herumliegt – und wie selbstverständlich das eigentlich mittlerweile ist, sodass es niemandem so richtig auffällt, wenn man nicht genau darauf achtet und für das Thema sensibilisiert ist.

    Die Tatsache, dass wir in den Industrienationen so unglaublich viel Müll produzieren und der sich nicht über Nacht einfach auflöst (wie man ja zu gerne glauben möchte), ist eine, die wir uns dringend viel stärker ins Bewusstsein rufen sollten.

    Ich finde es klasse, dass du beim plastikfreien Juli mitmachst – ich muss gestehen, dass ich mir dieses Datum und das Ziel nicht gesetzt habe, bei uns aber auch nicht mehr so viel Müll anfällt. Aber generell: Vielleicht ist es in der Tat eine gute Idee, das mal umfassend zu dokumentieren…

    Danke dir für deine Anregungen!
    Jenni

    1. Liebe Jenni,

      Danke Dir für den lieben Kommentar 🙂
      Es hat mich auch einige Überwindung gekostet da mitzumachen und es öffentlich zu machen weil ich weiss, dass ich nicht jeden Tag drauf achte und eben so viel Müll entsteht, den ich dann wieder „verschwinden lasse“ in der gelben Tonne. Bei uns fällt mittlerweile auch nicht mehr so viel Müll an aber es gibt doch hin und wieder Momente wo ich mir sage „Gut, das hättest Du dir auch an Müll sparen können.“
      Mal sehen was draus wird 🙂

      LG

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