Kopfsalat – Chaos ahoi

Hallo Welt. Digitale Welt. Wenn ihr diesen Beitrag lest sitze ich irgendwo am Strand,
gönne mir Sonne, Meer und Ayran und eine dicke, fette Auszeit. Ich habe vom ganzen Bildschirm-Gestarre nämlich krasse Rückenschmerzen und fühle mich total ausgebrannt.

Diesen Blog habe ich vor anderthalb Jahren gestartet und heute möchte ich erzählen warum ich fast ein ganzes Jahr nichts mehr geschrieben und warum ich hier jetzt so einiges umgemodelt habe. Also falls ihr Bock auf bisschen Kopfsalat habt, lest weiter. 🙂

Mein letzter regelmäßiger Beitrag handelte sich um ein Thema, das ich jetzt schon sehr sehr lange verfolge und welches einfach in meinem Alltag integriert ist: Mode. Ich arbeite in der Textilbranche, habe mit Modebloggen angefangen und habe damit auch ganz schnell wieder aufgehört. Trotz des Blogwechsels von Blackmint zu Kissthemuse habe ich das Thema weiterhin verfolgt.
Und irgendwann habe ich mich gefragt „Wieso?“.
Doch von mir selbst kam keine Antwort.
Und mit keiner Antwort kamen keine Posts, keine Ideen und keine Motivation mehr.
Kurz gesagt war ich es leid Beiträge zu erstellen die 1681354 andere Mädchen schon machen. Wozu sollte ich also dasselbe tun? Ich habe meinen Platz in diesen Reihen einfach nicht gesehen. Es gibt unglaublich viele schöne, kluge und erfahrenere Bloggerinnen als mich, die sich mit Fair Fashion und anderen weltverbessernden Themen auseinandersetzen. Ich habe auch nicht die Motivation mich durch so viel Wissen durchzulesen, so viele Kontakte zu knüpfen und fühle mich auch nicht so selbstsicher bei Meetups zu erscheinen und in Kameras zu lächeln. Bloggen ist Arbeit und dem werde ich einfach auf professioneller Ebene nicht gerecht. Dass ich das auch nicht muss, tja das musste ich mir selbst erstmal beibringen.

Zwischendurch habe ich auch überlegt, ob ich das Bloggen ganz sein lassen soll. Aber ich wollte das Schreiben einfach nicht so ganz aufgeben und habe lange pausiert. Ich habe gemerkt, dass ich mich nicht so gebe wie ich wirklich wirklich bin und als Blogger ist das Wort „Authentizität“ der Mast, der das stärkste Segel hält.
Und mit der Frage „Wer bin ich?“ könnt ihr euch wahrscheinlich denken wo das Ganze hingegangen ist. Ich bin nicht weise geworden oder sonst irgendwas aber ich habe mir selbst Zeit gegeben. Etwas, das viele Menschen nicht machen.
Ganz ehrlich, lest mal das Buch „Momo“ von Michael Ende. Bestes Buch.

Ich habe mich einfach selbst beobachtet und habe gesehen wofür ich mich interessiere, was meine Augen strahlen lässt und was ich jeden Tag machen könnte ohne mich zu langweilen. Und Mode ist nur ein klitzekleiner Teil von dem was mich wirklich interessiert. Mit dem Minimalismus im Rücken habe ich also mehr Zeit in Dinge investiert, die ich liebe und die ich gerne mache.
Und diese Dinge zeige ich euch jetzt auf meinem Blog.

Mittlerweile hat das Bloggen für mich auch eine neue Definition angenommen und ich möchte mich von dem Stereotyp lösen in das ich mich selbst gezwängt habe. Über was ich genau schreibe und wie oft, das sehen wir dann. Ich möchte mich nur mehr auf meine Daseinsform als Gestalterin konzentrieren und möchte mit der Rubrik „Kopfsalat“ einen Einblick in meinen kleinen Kopf und dessen Chaos geben.
Einerseits ist es sehr anstrengend mit diesem Chaos im Kopf, doch andererseits sehe ich wie dort Dinge entstehen können, wenn ich mir Zeit gebe.
Und die gebe ich mir jetzt.

Danke für’s Lesen 🙂

/Ç/

P.S.: Wer das liest ist cool.

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