Halbzeit: Was ich aus dem letzten Jahr gelernt habe


Disclaimer: Den Post habe ich Anfang des Jahres geschrieben und komme heute mal endlich dazu ihn zu finalisieren und hier zu posten, hehe. Viel Spaß beim Lesen.

Es ist 2018. Meine Fresse. Ich kann es noch gar nicht so recht glauben, dass 1998 nicht 10, sondern 20 Jahre her ist und auch nicht, dass ich auf die 30 zugehe.
Das letzte Jahr war für mich ein relativ stilles Jahr. Ich habe viel getan, was man an der Oberfläche nicht sofort zu Gesicht bekommt. Mein Ziel war es, neue Perspektiven zu entdecken, sowohl an meiner Umwelt als auch an mir selbst. Und ich denke 2018 wird noch viel mehr Möglichkeiten bieten, um Neues zu lernen.
Doch kommen wir nun zu den Dingen, die ich aus 2017 mitnehme. Vielleicht habt ihr das ein oder andere schon öfter gehört aber so richtig gelernt habe ich erst jetzt, was einige dieser Worte bedeuten:

1. Babysteps sind der Königsweg
Alles fängt klein an. Anfang 2017 wollte ich mein Portfolio aufpolieren, nicht nur um mich für einen neuen Job zu bewerben, sondern auch um ein Projekt auf die Beine zu stellen, dass meinen Erwartungen für eine nachhaltigere Welt entspricht. Ich fing an Karten zu zeichnen, dann eine von München und dann kam die Idee einer Zero-Waste-Karte. Bevor ich mich versah, hatte ich einen Sponsor und habe mein erstes eigenes Projekt auf die Beine gestellt, was ich auch für mein Portfolio verwenden konnte.
Ich habe dabei gelernt, dass man einfach mal bei Schritt 1 anfangen sollte. Was am Ende daraus wird, kann sowieso keiner voraussehen. Je mehr wir mit den Gedanken in der Zukunft hängen und uns um etwas sorgen, desto weniger nutzen wir den Moment um etwas produktives zu schaffen.

2. Ich bin genug
Um ehrlich zu sein, da tue ich mich manchmal noch sehr schwer mit. Ich habe sehr oft versucht, präsent zu sein, mich nicht von Dingen ablenken zu lassen und den Moment wahrzunehmen, ob am Eiffelturm, im Basketball-Stadion in Toronto, beim Surfen oder einfach auf dem heimischen Sofa. Ich versuche mit weniger auszukommen, weil mich zu viel Kram unruhig macht aber dem Konsumwahnsinn bin ich noch immer nicht so ganz entkommen. Es geht auch nicht auf den totalen Verzicht, sondern um die Konzentration auf  mein Bewusstsein und mein tägliches Handeln. Ich möchte nicht glücklich sein, weil ich etwas habe, sondern weil ich bin und das in vollem Bewusstsein. Ob es jetzt hygge, lykke oder lagom heißt, glückliche Menschen entscheiden sich dafür glücklich zu sein und sind es einfach. Auch ohne den neuesten Schnickschnack, egal wie nachhaltig er produziert ist.

3. Glaube nicht alles was Du denkst
Das ist eines meiner Leitsprüche von 2017. Ich habe mich viel mit dem Bewusstsein und meinem Ego befasst und habe bemerkt, dass ich mir am Ende des Tages ganz schön viel Scheiße erzähle. Angefangen von der eigenen De-Motivation bis hin zu „Ne, das ist neu, das mag/ will ich nicht.“. Ich denke viel, und auch sehr viel Mist. Darum versuche ich mir in ernsten Situationen zu sagen „Sind deine Gedanken überhaupt wahr oder spinnst Du Dir gerade wieder was zusammen?“ oder „Hast Du wieder nichts zu tun und fängst wieder an zu denken?“ Das hilft mir, um meinen Kopfsalat zu entwirren und mir bewusst zu machen, dass ich eventuell nicht denken sondern machen muss, nämlich meine Babysteps.

4. Et hätt noch immer jot jejange
Ein Klassiker, das Kölsche Grundgesetz. Wer positiv denkt, der zieht positives an. Das hab ich nicht nur gelernt, sondern auch sehr oft erfahren im letzten Jahr. Ich bin mir sicher, dass man immer etwas aus seiner Situation lernen kann und dass ein positives Vertrauen in die Zukunft einen nicht nur glücklicher sondern auch gesünder macht.

Der Blick auf 2018

Ich glaube nicht an Vorsätze am Jahresanfang, dennoch finde ich die allgemeine Motivation, die sich breit macht sehr ansteckend und finde es toll, wenn man endlich seine Altlasten über Bord werfen will. Ich glaube, dass ich meine eigene Baggage nur loswerde, wenn ich meine Routinen und alltäglichen Prozesse bewusster organisiere und mich auf meine Wunschvorstellungen vorbereite.

Mit viel Geduld und einer Ausdauer die ich mir auf dem Weg angeeignet habe, bin ich nun endlich in meiner Traumwohnung mit meinem Lieblingsmenschen angekommen, es passiert soviel Neues und dennoch ist vieles noch nicht in Bewegung, was mich auch etwas ärgert. Ich versuche hier aber geschmeidig zu bleiben, denn „Et kütt wie et kütt“ und ich freue mich umso mehr, dass ich diesen Beitrag, den ich Anfang des Jahres geschrieben habe heute mal poste, fast ein halbes Jahr später.

Aber so macht man sich halt auch bewusst, mit welchen Gedanken man in 2018 gestartet ist. Ich hoffe und gebe mir Mühe, dass es bald mehr zu sehen und eventuell zu lesen gibt und wünsche euch einen schönen Start in die Woche 🙂

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